Canva – das Schweizer Messer unter den Grafiktools

Gleich zu Beginn zwei wichtige Anmerkungen:

  1. Canva (Affiliate-Link) ist natürlich nicht das einzige Grafiktool am Markt und für manche Anwendungen möglicherweise nicht das Optimale. Aber für mich – subjektiv – ist es das Schweizer Messer unter den Grafiktools, wenn es rasch und effizient gehen soll.
  2. Zwar kann man mit Canva nahezu jedes grafische Produkt gestalten, ich sehe den Hauptnutzen aber im Bereich Online Marketing – und da vor allem bei Social Media. Und da ist es notwendig, dass man unkompliziert und rasch die Bildideen für seine Beiträge gestalten kann.

Los geht’s !

1. Canva – Gratis, Pro und Enterprise

Richtig gelesen: Canva ist auch in einer kostenlosen Version verfügbar. Und diese wird für die meisten Anwendungsfälle ausreichen. Einfach anmelden und loslegen. In der kostenlosen Version bekommt man:

  • 8.000+ kostenlose Vorlagen
  • 100+ Designtypen (Social Media-Posts, Präsentationen, Briefe, etc.)
  • Hunderttausende von kostenlosen Fotos und Grafiken
  • 2 GB Cloudspeicher
  • Umfangreiche Tutorials zum Selbstlernen

Wer einen höheren Gestaltungsbedarf hat – demnach mehr Speicher benötigt – und auch die eine oder andere Spezialfunktion nutzen will, der greift zur Pro-Version um € 8,99 pro Monat/Nutzer bei jährlicher Zahlung. Jetzt sieht der Leistungsumfang so aus:

  • 60.000+ kostenlose Vorlagen
  • 100+ Designtypen (Social Media-Posts, Präsentationen, Briefe, etc.)
  • Über 60 Millionen Premium-Bilder, -Fotos, -Videos und -Grafiken
  • 100 GB Cloudspeicher
  • Umfangreiche Tutorials zum Selbstlernen
  • Erstelle die visuelle Identität deiner Marke über Logos, Farben und Schriftarten
  • Ändere die Größe des Designs mit einem Klick
  • Lade deine eigenen Schriftarten und Logos hoch
  • Benutzerdefinierte Vorlagen 

Die Enterprise-Version ist dann für größere Teams oder Agenturen und hat genau dort ihre Stärken. Kostenpunkt sind dann €27,00 pro Monat/Nutzer bei jährlicher Zahlung.

Neben dem klassischen Aufruf über die Webseite https://www.canva.com/ gibt es das Tool auch als Desktop-App für Mac & Windows und als Mobile-App für iOS+Android. Somit zeigt sich auch hier die Flexibilität.

2. Idee und Arbeitsweise von Canva

So liest sich die Eigendefinition von Canva: „Alles gestalten. Überall veröffentlichen. Mit der Drag-and-drop-Funktion und den professionellen Layouts von Canva gestaltest du durchweg fantastische Grafiken.“

Und genau darum geht es: Rasch, einfach, ohne großartige Designkenntnisse und ohne teure Programme können visuelle Inhalte (Text + Bild + Video) zu atemberaubenden Kompositionen zusammengefügt werden. Und digitales Marketing ohne Bild und/oder Video ist heute undenkbar.

Beiträge mit visuellem Inhalt – vor allem guten Inhalten – werden überproportional öfter geliked, kommentiert oder geteilt. Das gilt sowohl für Blogs, als auch in Beiträgen auf den einschlägigen Social Media Plattformen, wie Pinterest, Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn, u.s.w.

Selbst relativ junge Plattformen wie TikTok wurden bereits in die Designgallery aufgenommen.

3. Einen Beitrag erstellen

Wie einleitend erwähnt, nutze ich Canva (Affiliate-Link) nur für Online-Marketing, also Social Media, Blog und Webseite. Ich beschränke mich daher auch in der Erklärung auf diesen Bereich. Hat man auf der Startseite einmal den Reiter „Social Media“ ausgewählt, sieht man sofort die Möglichkeiten in der Gestaltung. Und da sollte für fast jeden Bedarf etwas dabei sein.

  • Social Media Animationen
  • Social Media allgemein
  • Story allgemein
  • In-Stream-Video-Werbeanzeigen
  • Social-Feed-Video-Werbeanzeigen
  • Blog-Banner
  • Blog-Grafik
  • Facebook-Beitrag
  • Facebook-Cover
  • Facebook-Event-Titelbilder
  • Facebook-Shop-Cover
  • Facebook-Story
  • Facebook-Werbeanzeige
  • Facebook-Video
  • Instagram-Beitrag
  • Instagram-Story
  • Instagram-Story Highlight-Cover
  • LinkedIn-Banner
  • Pinterest-Pin
  • Pinterest-Video-Pin
  • SnapChat-Geofilter
  • SoundCloud-Banner
  • Twitter-Beitrag
  • Twitter-Hintergrund
  • Twitter-Werbeanzeige
  • Tumblr-Grafik
  • Tumblr-Banner
  • Twitch-Banner
  • TikTok-Hintergrund
  • TikTok-Magazincover
  • TikTok-Endframe
  • WhatsApp-Story
  • YouTube-Miniaturen
  • YouTube-Kanalbilder
  • YouTube-Intros
  • YouTube-Symbole
  • YouTube-Displayanzeigen
  • YouTube-Videoanzeigen

4. Vorlage wählen und loslegen

Das ist die wohl einfachste Herangehensweise für alle die besonders rasch zu einem Ergebnis kommen wollen und wenig Zeit für kreative Experimente haben. Zumal die Vorlagen alle hinsichtlich Bild/Text-Kombination ein stimmiges Ergebnis liefern.

Als Beispiel ein Posting zum Sommerbeginn. Im Suchfeld habe ich „Sommer“ eingegeben und dieses Design gefunden:

Jetzt nur noch den Text ändern …. und fertig ist ein einfacher Facebook-Post.

Über den Button „Herunterladen“ rechts oben kann man nun das eben erstellte Design klassisch in verschiedenen Formaten auf den Rechner laden, um es dann weiter zu verarbeiten. Jedoch versteckt sich hinter dem kleinen Pfeil neben dem Button eine kleine und feine Ergänzung.

Man kann den Beitrag nämlich direkt auf eine Plattform posten (z.B. Facebook, Twitter, Pinterest, Slack, LinkedIn), ihn per E-Mail versenden, einen Link zur Datei erhalten oder ihn auf Google Drive, Dropbox oder OneDrive ablegen.

Eine weitere Funktion (allerdings nur ab der Pro-Version) ist das direkte Verändern der Größe und damit die Anpassung auf andere Formate. Zum Beispiel habe ich mit einem Klick das Design zu einem Facebook-Cover (oben) bzw. zu einer Instagram-Story (unten) umgestaltet.

5. Ohne Vorlage selbst gestalten

Das ist der zweite Weg ein schönes Design mit der Unterstützung von Canva (Affiliate-Link) zu gestalten. Ausgehend von der Startseite klickt man rechts oben auf „Design erstellen“ und wählt im Popup-Menü entweder ein „Benutzerdefiniertes Format“ oder eines der vielen Vorgabeformate aus. Es öffnet sich ein neues Fenster mit einer leeren Arbeitsfläche. Jetzt geht’s an die Gestaltung.

Dazu sehen wir uns zunächst die Möglichkeiten an, die sich in der Menüleiste links nutzen lassen. Hinweis: Je nach Version Free oder Pro sind möglicherweise nicht alle Elemente verfügbar.

Über diese Funktion lassen sich die vorgefertigten Designs abrufen. So wie in Schritt 4 dieses Beitrages.

Obwohl die Ressourcen von Canva fast unausschöpflich sind, kann man dennoch eigene Bilder, Logos, Videos, etc. hinaufladen.

Zugriff auf die riesige Bild-Auswahl. Fährt man mit der Maus über ein Bild, sieht man den Vermerk „GRATIS“ oder „PRO“. In der Free-Version muss ein PRO-Bild extra bezahlt werden. In der PRO-Version sind auch diese Bilder frei zugänglich. Hat man ein Bild in sein Design eingefügt, erhält man weitere Optionen, wie Effekte, Filter, Anpassen, Zuschneiden und Drehen.

Hier findet man vorgefertigte Elemente für (fast) jeden Anwendungsfall: Raster, Sticker, Formen, Rahmen, Verläufe, Linien, u.s.w.

In Canva kann man entweder Textboxen für Überschrift, Untertitel und Copytext in sein Design ziehen und dann selbst einstellen. Oder man bedient sich der vorgegebenen Text-Kombinationen, die alle abgestimmt sind. PRO-Tipp: Für alle, die mit dem Text experimentieren wollen, stellt Canva mit dem Font-Pairing-Tool eine Möglichkeit zur Verfügung, eine eigene Kombination herauszufinden.

Musik-Elemente für viele Anwendungsfälle. Auch hier unterteilt in GRATIS und PRO mit den gleichen Einschränkungen wie bei Fotos.

Gleiches gilt für Videosequenzen.

Eine Vielzahl an Hintergründen, die per Klick auf das Design angewendet werden können. So lässt sich rasch ein neuer Beitrag mit gleichem Text erstellen.

Hier lassen sich in der PRO-Version Text- und Farb-Kombinationen sowie Markenlogos hochladen, um diese ähnlich einer CI überall anwenden zu können.

Hier findet man Balken-, Linien-, Flächen- und Kreis-Diagramme, deren Werte und Farben geändert werden können.

Wer Designs für Kunden, Kollegen oder für unterschiedliche Zwecke erstellt, der kann sie in Ordnern unterteilen. In der Free-Version nur zwei Ordner, ab der PRO-Version unbegrenzt viele.

Wer jetzt noch nicht genug Möglichkeiten hat, der klickt auf „Mehr…“ und kann aus vielen weiteren Optionen wählen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Bilder aus Pexels bzw. Pixabay einfügen
  • Emojis einfügen
  • QR-Code aus einer URl einfügen, der auch geklickt werden kann
  • YouTube-Video oder Vimeo-Video einbinden
  • Bilder aus Facebook, Instagram, Flickr, … einfügen
  • u.v.w.m.

Mein Fazit: Canva (Affiliate-Link) ist sowohl preislich als auch hinsichtlich des Funktionsumfanges ein sehr empfehlenswertes Tool. Es lässt rasch, unkompliziert und intuitiv die coolsten Designs entstehen. Für den „harten“ Social Media Einsatz mein Schweizer Messer. Wer noch tiefer in Canva eintauchen möchte, dem empfehle ich entweder die Tutorials in der Canva Designschool (Englisch) oder die Canva Lernplattform (Deutsch) (= Blog).

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Alle Bilder dieses Beitrages sind eigene Screenshots aus meinem Canva-Account. Ich bin Canva-Affiliate-Partner, Links sind mit Affiliate-Link gekennzeichnet. Ich empfehle nur Tools bzw. Programme, die ich selbst benutze oder benutzt habe und von denen ich absolut überzeugt bin.