Canva – das Schweizer Messer unter den Grafiktools

Gleich zu Beginn zwei wichtige Anmerkungen:

  1. Canva (Affiliate-Link) ist natürlich nicht das einzige Grafiktool am Markt und für manche Anwendungen möglicherweise nicht das Optimale. Aber für mich – subjektiv – ist es das Schweizer Messer unter den Grafiktools, wenn es rasch und effizient gehen soll.
  2. Zwar kann man mit Canva nahezu jedes grafische Produkt gestalten, ich sehe den Hauptnutzen aber im Bereich Online Marketing – und da vor allem bei Social Media. Und da ist es notwendig, dass man unkompliziert und rasch die Bildideen für seine Beiträge gestalten kann.

Los geht’s !

1. Canva – Gratis, Pro und Enterprise

Richtig gelesen: Canva ist auch in einer kostenlosen Version verfügbar. Und diese wird für die meisten Anwendungsfälle ausreichen. Einfach anmelden und loslegen. In der kostenlosen Version bekommt man:

  • 8.000+ kostenlose Vorlagen
  • 100+ Designtypen (Social Media-Posts, Präsentationen, Briefe, etc.)
  • Hunderttausende von kostenlosen Fotos und Grafiken
  • 2 GB Cloudspeicher
  • Umfangreiche Tutorials zum Selbstlernen

Wer einen höheren Gestaltungsbedarf hat – demnach mehr Speicher benötigt – und auch die eine oder andere Spezialfunktion nutzen will, der greift zur Pro-Version um € 8,99 pro Monat/Nutzer bei jährlicher Zahlung. Jetzt sieht der Leistungsumfang so aus:

  • 60.000+ kostenlose Vorlagen
  • 100+ Designtypen (Social Media-Posts, Präsentationen, Briefe, etc.)
  • Über 60 Millionen Premium-Bilder, -Fotos, -Videos und -Grafiken
  • 100 GB Cloudspeicher
  • Umfangreiche Tutorials zum Selbstlernen
  • Erstelle die visuelle Identität deiner Marke über Logos, Farben und Schriftarten
  • Ändere die Größe des Designs mit einem Klick
  • Lade deine eigenen Schriftarten und Logos hoch
  • Benutzerdefinierte Vorlagen 

Die Enterprise-Version ist dann für größere Teams oder Agenturen und hat genau dort ihre Stärken. Kostenpunkt sind dann €27,00 pro Monat/Nutzer bei jährlicher Zahlung.

Neben dem klassischen Aufruf über die Webseite https://www.canva.com/ gibt es das Tool auch als Desktop-App für Mac & Windows und als Mobile-App für iOS+Android. Somit zeigt sich auch hier die Flexibilität.

2. Idee und Arbeitsweise von Canva

So liest sich die Eigendefinition von Canva: „Alles gestalten. Überall veröffentlichen. Mit der Drag-and-drop-Funktion und den professionellen Layouts von Canva gestaltest du durchweg fantastische Grafiken.“

Und genau darum geht es: Rasch, einfach, ohne großartige Designkenntnisse und ohne teure Programme können visuelle Inhalte (Text + Bild + Video) zu atemberaubenden Kompositionen zusammengefügt werden. Und digitales Marketing ohne Bild und/oder Video ist heute undenkbar.

Beiträge mit visuellem Inhalt – vor allem guten Inhalten – werden überproportional öfter geliked, kommentiert oder geteilt. Das gilt sowohl für Blogs, als auch in Beiträgen auf den einschlägigen Social Media Plattformen, wie Pinterest, Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn, u.s.w.

Selbst relativ junge Plattformen wie TikTok wurden bereits in die Designgallery aufgenommen.

3. Einen Beitrag erstellen

Wie einleitend erwähnt, nutze ich Canva (Affiliate-Link) nur für Online-Marketing, also Social Media, Blog und Webseite. Ich beschränke mich daher auch in der Erklärung auf diesen Bereich. Hat man auf der Startseite einmal den Reiter „Social Media“ ausgewählt, sieht man sofort die Möglichkeiten in der Gestaltung. Und da sollte für fast jeden Bedarf etwas dabei sein.

  • Social Media Animationen
  • Social Media allgemein
  • Story allgemein
  • In-Stream-Video-Werbeanzeigen
  • Social-Feed-Video-Werbeanzeigen
  • Blog-Banner
  • Blog-Grafik
  • Facebook-Beitrag
  • Facebook-Cover
  • Facebook-Event-Titelbilder
  • Facebook-Shop-Cover
  • Facebook-Story
  • Facebook-Werbeanzeige
  • Facebook-Video
  • Instagram-Beitrag
  • Instagram-Story
  • Instagram-Story Highlight-Cover
  • LinkedIn-Banner
  • Pinterest-Pin
  • Pinterest-Video-Pin
  • SnapChat-Geofilter
  • SoundCloud-Banner
  • Twitter-Beitrag
  • Twitter-Hintergrund
  • Twitter-Werbeanzeige
  • Tumblr-Grafik
  • Tumblr-Banner
  • Twitch-Banner
  • TikTok-Hintergrund
  • TikTok-Magazincover
  • TikTok-Endframe
  • WhatsApp-Story
  • YouTube-Miniaturen
  • YouTube-Kanalbilder
  • YouTube-Intros
  • YouTube-Symbole
  • YouTube-Displayanzeigen
  • YouTube-Videoanzeigen

4. Vorlage wählen und loslegen

Das ist die wohl einfachste Herangehensweise für alle die besonders rasch zu einem Ergebnis kommen wollen und wenig Zeit für kreative Experimente haben. Zumal die Vorlagen alle hinsichtlich Bild/Text-Kombination ein stimmiges Ergebnis liefern.

Als Beispiel ein Posting zum Sommerbeginn. Im Suchfeld habe ich „Sommer“ eingegeben und dieses Design gefunden:

Jetzt nur noch den Text ändern …. und fertig ist ein einfacher Facebook-Post.

Über den Button „Herunterladen“ rechts oben kann man nun das eben erstellte Design klassisch in verschiedenen Formaten auf den Rechner laden, um es dann weiter zu verarbeiten. Jedoch versteckt sich hinter dem kleinen Pfeil neben dem Button eine kleine und feine Ergänzung.

Man kann den Beitrag nämlich direkt auf eine Plattform posten (z.B. Facebook, Twitter, Pinterest, Slack, LinkedIn), ihn per E-Mail versenden, einen Link zur Datei erhalten oder ihn auf Google Drive, Dropbox oder OneDrive ablegen.

Eine weitere Funktion (allerdings nur ab der Pro-Version) ist das direkte Verändern der Größe und damit die Anpassung auf andere Formate. Zum Beispiel habe ich mit einem Klick das Design zu einem Facebook-Cover (oben) bzw. zu einer Instagram-Story (unten) umgestaltet.

5. Ohne Vorlage selbst gestalten

Das ist der zweite Weg ein schönes Design mit der Unterstützung von Canva (Affiliate-Link) zu gestalten. Ausgehend von der Startseite klickt man rechts oben auf „Design erstellen“ und wählt im Popup-Menü entweder ein „Benutzerdefiniertes Format“ oder eines der vielen Vorgabeformate aus. Es öffnet sich ein neues Fenster mit einer leeren Arbeitsfläche. Jetzt geht’s an die Gestaltung.

Dazu sehen wir uns zunächst die Möglichkeiten an, die sich in der Menüleiste links nutzen lassen. Hinweis: Je nach Version Free oder Pro sind möglicherweise nicht alle Elemente verfügbar.

Über diese Funktion lassen sich die vorgefertigten Designs abrufen. So wie in Schritt 4 dieses Beitrages.

Obwohl die Ressourcen von Canva fast unausschöpflich sind, kann man dennoch eigene Bilder, Logos, Videos, etc. hinaufladen.

Zugriff auf die riesige Bild-Auswahl. Fährt man mit der Maus über ein Bild, sieht man den Vermerk „GRATIS“ oder „PRO“. In der Free-Version muss ein PRO-Bild extra bezahlt werden. In der PRO-Version sind auch diese Bilder frei zugänglich. Hat man ein Bild in sein Design eingefügt, erhält man weitere Optionen, wie Effekte, Filter, Anpassen, Zuschneiden und Drehen.

Hier findet man vorgefertigte Elemente für (fast) jeden Anwendungsfall: Raster, Sticker, Formen, Rahmen, Verläufe, Linien, u.s.w.

In Canva kann man entweder Textboxen für Überschrift, Untertitel und Copytext in sein Design ziehen und dann selbst einstellen. Oder man bedient sich der vorgegebenen Text-Kombinationen, die alle abgestimmt sind. PRO-Tipp: Für alle, die mit dem Text experimentieren wollen, stellt Canva mit dem Font-Pairing-Tool eine Möglichkeit zur Verfügung, eine eigene Kombination herauszufinden.

Musik-Elemente für viele Anwendungsfälle. Auch hier unterteilt in GRATIS und PRO mit den gleichen Einschränkungen wie bei Fotos.

Gleiches gilt für Videosequenzen.

Eine Vielzahl an Hintergründen, die per Klick auf das Design angewendet werden können. So lässt sich rasch ein neuer Beitrag mit gleichem Text erstellen.

Hier lassen sich in der PRO-Version Text- und Farb-Kombinationen sowie Markenlogos hochladen, um diese ähnlich einer CI überall anwenden zu können.

Hier findet man Balken-, Linien-, Flächen- und Kreis-Diagramme, deren Werte und Farben geändert werden können.

Wer Designs für Kunden, Kollegen oder für unterschiedliche Zwecke erstellt, der kann sie in Ordnern unterteilen. In der Free-Version nur zwei Ordner, ab der PRO-Version unbegrenzt viele.

Wer jetzt noch nicht genug Möglichkeiten hat, der klickt auf „Mehr…“ und kann aus vielen weiteren Optionen wählen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Bilder aus Pexels bzw. Pixabay einfügen
  • Emojis einfügen
  • QR-Code aus einer URl einfügen, der auch geklickt werden kann
  • YouTube-Video oder Vimeo-Video einbinden
  • Bilder aus Facebook, Instagram, Flickr, … einfügen
  • u.v.w.m.

Mein Fazit: Canva (Affiliate-Link) ist sowohl preislich als auch hinsichtlich des Funktionsumfanges ein sehr empfehlenswertes Tool. Es lässt rasch, unkompliziert und intuitiv die coolsten Designs entstehen. Für den „harten“ Social Media Einsatz mein Schweizer Messer. Wer noch tiefer in Canva eintauchen möchte, dem empfehle ich entweder die Tutorials in der Canva Designschool (Englisch) oder die Canva Lernplattform (Deutsch) (= Blog).

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Alle Bilder dieses Beitrages sind eigene Screenshots aus meinem Canva-Account. Ich bin Canva-Affiliate-Partner, Links sind mit Affiliate-Link gekennzeichnet. Ich empfehle nur Tools bzw. Programme, die ich selbst benutze oder benutzt habe und von denen ich absolut überzeugt bin.

6 Wege deinen Social Media ROI zu erhöhen

Die Studie „State of Social 2019“ der Social Media Management Plattform Buffer zeigt, dass knapp 90% der Marketing-Verantwortlichen Social Media als wichtigen Teil ihrer gesamten Marketing-Strategie sehen. 60% sagen sogar „sehr wichtig“.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass 27% der Marketing-Verantwortlichen unsicher sind, wie die Effektivität dieser Maßnahmen gemessen werden kann.

Ein klares Zeichen dafür, dass in den Bereichen Strategie bzw. Analyse nach wie vor sehr viel Luft nach oben zu sein scheint. Zwar können mittels externer Analysetools nahezu alle Daten erhoben und bewertet werden. Aber wenn der strategische Unterbau nicht passt, dann stimmen auch die Ergebnisse – und damit der ROI – nicht.

Berücksichtige daher am Besten folgende 6 Punkte:

1. Setze realistische Ziele

Social Media sind längst der reinen „Spielecke“ entwachsen und haben sich zu echten und wirkungsvollen Marketing-Instrumenten entwickelt. Selbst der Bereich eCommerce – und damit der Online-Verkauf über Social Media – funktioniert mittlerweile sehr gut. Und das, obwohl immer noch gilt: Social Media sind in erster Linie Kommunikations- und nicht Verkaufsplattformen.

Genau aus diesem Grund ist der strategische Unterbau – und da gehören realistische Ziele dazu – enorm wichtig, will man bei all dem Zeit- und Ressourcen-Einsatz am Ende erfolgreich sein. Sei es in der Positionierung, der Sichtbarkeit oder als echter „To Go“ Kanal in der eigenen Branche. 

Natürlich sollte man für eine realistische Zielsetzung auch die Zielgruppe definiert haben und wissen, wo sich diese Menschen bevorzugt aufhalten, wie sie konsumieren und mit welchen Inhalten man sie erreichen kann.

Hat man diese Eckpunkte definiert, gilt es auch die zugehörigen Messgrößen (KPIs) zu kennen. Denn was nutzt ein Ziel wenn man nicht weiß, ob es schon erreicht wurde bzw. wie weit der Weg zum Ziel noch ist. Eine der wichtigsten Kenngrößen ist dabei die Interaktionsrate bzw. das Engagement. Es beantwortet, wie intensiv sich die Zielgruppe mit den Beiträgen auseinandersetzt und wie interessant sie demnach für das Publikum sind.

S.M.A.R.T.-Modell
Bei der Definition realistischer Ziele hat sich unter anderem das S.M.A.R.T.-Modell bewährt. Diese fünf Buchstaben stehen für:

Spezifisch
Ein Ziel ist kein vager Wunsch: ein Ziel ist konkret, eindeutig und präzise – also ohne Interpretationsspielraum – formuliert. Formulieren Sie die Ziele positiv, also nicht „Ich will weniger Stress haben“, sondern „Ich werde mich körperlich fit fühlen“. Negative Bilder sind der Zielerreichung nicht förderlich. Schaffen Sie sich ein Bild von dem angenehmen Zustand nach Erreichen der Ziele.

Messbar
Nur wenn Ziele spezifisch formuliert sind, werden Sie messbare Parameter definieren können. Wie können Sie sonst feststellen, dass Sie das Ziel erreicht haben oder ihm zumindest über die Meilensteine einen deutlichen Schritt näher gekommen sind?

Akzeptiert, Aktionsorientiert
Besonders, wenn Sie im Team arbeiten, ist der Aspekt der Akzeptanz wesentlich. Es genügt nicht, dass Sie mit der Zielerreichung positive Bilder verbinden, das Ziel muss auch unter den anderen Teammitgliedern bzw. unter den Mitarbeiter/innen akzeptiert sein, darf also zumindest ihren persönlichen Ziel- und Wertevorstellungen nicht widersprechen.

Realistisch
Sie können sich durchaus hohe Ziele stecken, wir sollten uns sogar Ziele stecken, die uns fordern – allerdings nicht überfordern. Sie müssen also erreichbar sein, sonst ist der Frust vorprogrammiert.

Terminierbar
Zu Zielen gehören klare Zeitangaben hinsichtlich Dauer und Zwischenterminen. Bis wann ist welches Teilziel erreicht

2. Verstehe deine Zielgruppe und sprich sie richtig an (Targeting)

Während in der „klassischen“ Offline-Kommunikation (also Print, TV und Radio) oft nur Leser-, Hörer bzw. Seher-Tests durchgeführt werden können, ist Online quasi alles messbar. Daraus ergeben sich aber wieder andere Schwierigkeiten. Denn mit dem Messen alleine ist es natürlich nicht getan.

Zielgruppe Spielfiguren

Die einzelnen Messdaten müssen ausgewertet, bewertet und deren Zusammenhang dargestellt werden. Zusätzlich ist es kaum sinnvoll – zumindest als Agentur – alle Daten dem Kunden zu geben. Denn manchmal ergeben sich daraus Fragen, die man dann mühsam erklären muss, weil der Kunde diese Zusammenhänge eben nicht versteht.

Die meisten Social Media Plattformen bringen ihre eigenen Analysedaten mit. Bei Facebook / Instagram heißen sie z.B. Insights. Bei Pinterest sind es klassisch die Analytics. Mit diesen Bordmitteln lassen sich die wichtigsten Kenngrößen rasch und übersichtlich ablesen und bewerten.

Will man mehr analysieren oder tiefer eintauchen, helfen dann nur mehr spezielle Analysetools. So kommt man bei der Webseiten-Analyse kaum an Google-Analytics vorbei. Für Social Media Analysen gibt es aber eine Vielzahl von allgemeinen oder spezielleren Tools.

Mit den richtigen Messgrößen und dem passenden Analysetool lassen sich dann Kampagnen so definieren und ausspielen, dass die Zielgruppe exakt erreicht wird und entsprechend reagiert.

3. Erstelle zielgruppen-spezifische Inhalte

Dazu zählen Inhalte, die

  • bei der anvisierten Zielgruppe nachhallen (wo also Interaktion entsteht)
  • interaktiv und gewinnend sind (also auf das Engagement der Zielgruppe einzahlen)
  • einen Nutzen, einen Wert für die Fans und Follower darstellen
  • aktuell und relevant sind
  • auf die Rahmenbedingungen der Plattform zugeschnitten sind

Für effizientes und zielgerichtetes Arbeiten solltest du

  • einen Redaktionsplan nutzen
  • regelmäßig und konsequent deine Beiträge veröffentlichen
  • eine klare und konsistente Marken-Positionierung etablieren

4. Optimiere deine Social Media Profile

„You will never have a second chance for the first impression“

Gerade in der digitalen Welt ist die Aufmerksamkeitsdauer immer geringer. Die Chance einen guten und interessanten ersten Eindruck zu hinterlassen, sollte daher eher hoch bewertet werden und dementsprechend nichts dem Zufall überlassen werden. 

Die Optimierung der Profile bedeutet im Wesentlichen:

  • Du bist geschäftlich in Social Media tätig? Dann bitte mit einem geschäftliches Nutzerkonto
  • Wähle ein Profilbild das dein Unternehmen repräsentiert oder dich in einem geschäftlichen Umfeld zeigt. Strandfotos haben hier nichts verloren.
  • Verwende einen einprägsamen, wiedererkennbaren und durchsuchbaren Nutzernamen
  • Schreibe eine fesselnde Biografie (Kurzbeschreibung bei den meisten Plattformen), die deine Geschichte bzw. die Entwicklung deines Unternehmens dokumentiert und dem Nutzer rasch erklärt, wofür du stehst und was du machst
  • Stelle alle relevanten und sachdienlichen Geschäftsinformationen zur Verfügung
  • Ergänze dein Profil mit einem Link zu deiner Webseite oder anderen Social Media Kanälen

Darüber hinaus denke daran, dass du

  • dein Profil für relevante Keywords optimierst
  • die richtigen Hashtags (#) für deinen Auftritt findest und benutzt
  • einen konsistenten visuellen Auftritt pflegst

5. Setze die Hebelwirkung von Influencern gezielt ein

Für viele sind Influencer irgendwelche Stars oder VIPs, die berechtigt oder nicht Unsummen an Geld verlangen, dafür dass sie sich zur Verfügung stellen. Darüber kann und will ich nicht urteilen.

Fakt ist jedoch, dass Influencer durchaus zu vernünftigen Kosten zu haben sind und keineswegs nur aus dem Bereich Mode, Kosmetik, Sport oder Film stammen müssen. Viel wichtiger ist, das der oder die Influencer/in zu deinem Unternehmen passt und selbst in der richtigen Zielgruppe unterwegs ist. Neben bekannten Persönlichkeiten können Mitarbeiter oder Kunden durchaus zu den Influencern zählen.

Und damit startet auch dieser Punkt bei einer grundlegenden Thematik: der Strategie.
Influencer-Marketing ist auch kein Sprint, sondern vielmehr ein Marathon, bei dem langfristig gedacht werden muss und wo Offline mit Online intensiv verzahnt werden sollte.

Hat man das alles berücksichtigt, können Influencer dabei helfen

  • ein viel größeres Publikum zu erreichen
  • das Bewusstsein über deine Marke streuen
  • deine Unternehmensgeschichte zu erzählen
  • dein Unternehmensimage zu verbessern
  • für Interessenten (Leads) und Umwandlungen (Conversions) sorgen
  • mehr Menschen auf deine Webseite zu leiten
  • deine Werbe- und Marketingmaßnahmen zu verstärken

Influencer können dann in der Zusammenarbeit

  • gesponserte, beworbene Beiträge erstellen
  • Produkt- oder Unternehmensbewertungen verfassen
  • selbst auf deinen Social Media Profilen aktiv werden (sogenannte Take-Over)
  • für ein Interview bereitstehen
  • an einem Event von dir teilnehmen
  • einen Gastbeitrag auf deinem Blog verfassen
  • bezahlte Videobeiträge erstellen
  • u.s.w.

6. Verfolge und messe regelmäßig die Performance deiner Aktivitäten

Analog zu „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ könnte man sagen „Wer nicht misst, der vergisst!“.

Wer seine Zielerreichung nicht regelmäßig analysiert, der betreibt Social Media im Blindflug und wird nie wissen, ob das Ziel erreicht ist, überschritten wurde oder was ggf. noch zu tun ist.

Die Begriffe Kennzahl und KPI (Key Performance Indicator) werden dabei gerne gleichgesetzt bzw. verwechselt. Dazu eine kurze Erklärung:

Eine Kennzahl (Metrik) liefert normalerweise ein eindeutiges Ergebnis und der Vergleich der gleichen Kennzahl bei unterschiedlichen Unternehmen ist möglich. So ist die Reichweite von Account A mit der Reichweite von Account B vergleichbar.

Demgegenüber entsteht ein KPI, wenn eine individuelle Kennzahl mit einem bestimmten Unternehmensziel verbunden wird. Die Definition eines KPIs kann – selbst bei gleich lautender Bezeichnung – von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. So ist die Art der Reichweitensteigerung von Account A nicht oder schwerer mit jener von Account B vergleichbar.

Hier sind ein paar interessante Kennzahlen (Metriken):

  • Reichweite (Reach)
  • Erwähnungen (Mentions)
  • Klicks
  • Reaktionen: Gefällt mir (Like), Kommentare, Teilen (Shares)
  • Nutzeranzahl (Fans, Follower, Abonnenten)
  • Bilder, Blogbeiträge, Bewertungen
  • Kontaktaufnahmen, Newsletter-Abos, Online-Bestellungen, Downloads

Und ein paar interessante KPIs:

  • Share of Voice
  • Share of Audience
  • Sentiment/Stimmung
  • Engagementrate
  • Lösungsrate (im Kundenservice)
  • Stimmungsbarometer

Mein Fazit: Obwohl die beschriebenen 6 Punkte mittlerweile jedem, der Social Media erfolgreich nutzen will, klar sein sollten, sind sie das nicht. Das liegt auch daran, dass diese Marketing-Disziplin nach wie vor zu stiefmütterlich behandelt wird. Gerade bei den KMUs (kleinere und mittelständische Unternehmen) ist hier noch viel Potential vorhanden. Allen, die einen kurzen grafischen Überblick wollen, empfehle ich den Extra-BONUS: Das ESP – Social Media Stabilitätsprogramm (Infografik hier herunterladen)

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Dieser Artikel erschien im Original bei business2community.com, wurde übersetzt, erweitert und ergänzt.
Credits: Canva

Welche Zielgruppe erreiche ich wo?

Blog Zielgruppen

Warum braucht es einen Beitrag über Zielgruppen? 

Zur Vorbereitung meines Blog-Projektes habe ich einigen Kunden und Netzwerkpartner folgende Frage gestellt: „Wenn heute alle deine Fragen zum Thema Online-Marketing schlüssig beantwortet werden, welche drei Fragen stehen ganz oben auf der Liste?“

Und interessanter Weise waren Zielgruppen immer in irgendeiner Form mit dabei. Hier sind einige der Fragen die sich die Nutzer so stellen:

  • Schafft man es wirklich über Social Media Kunden und Partner zu bekommen?
  • Wie finde ich meine Zielgruppe?
  • Welche Kanäle sind die richtigen? Was macht Sinn?
  • Wo ist meine Zielgruppe daheim?
  • Welche Kanäle sind die Richtigen für meine Branche?
  • Wie kann ich einen digitalen Weg zu meinen Kunden finden?

Zielgruppen und deren Erreichbarkeit ist also auch – oder gerade – in einer digitalen Welt von großer Bedeutung. Warum das so ist, liegt sicher an den vielen Möglichkeiten (Kanälen), an der extrem genauen Erreichbarkeit von Menschen (Targeting) und daran, dass digital nahezu alles meßbar ist. Etwas, das wir bei klassischen Medien so nicht kennen und können.

Ein kleiner Rückblick: Während meiner ersten Berufsjahre im Marketing war die Mediaplanung ein essentieller Bestandteil meines Jobs. Ich habe auf Basis der Mediadaten unterschiedlicher Fachmagazine und unter Berücksichtigung des Werbebudgets geplant, wo wann und wie oft das Unternehmen eine Printwerbung platziert. Alles Digitale steckte noch in den Kinderschuhen und TV und Radio waren für unser Unternehmen im B2B-Bereich die falschen Kanäle. Das wussten wir.

Wenn man nun so eine Printkampagne plante, dann wusste man zwar ungefähr, wer die Leserschaft des Magazins war und wie viele Exemplare gedruckt bzw. verkauft wurden. Aber wer letztlich die Anzeige gesehen, gelesen oder sogar darauf reagiert hat, das wusste man immer erst mit großem zeitlichen Abstand. Sogenannte Mediaresonanzanalysen und (Werbe)Lesertests wurden dazu durchgeführt.

Alles in allem würde ich heute sagen, wurde trotz intensiver Planung viel von dem Budget ohne messbares Ergebnis ausgegeben. Wenn heute – in einer digitalen Welt – jemand mehrere tausend Euro z.B. in eine Facebook-Kampagne investiert, so kann man on-demand und live die Performance der Kampagne beobachten und wenn nötig gegensteuern. Das geht bei einer Print- oder Plakatkampagne nicht.

Und die richtige Zielgruppe ist – neben dem richtigen Kanal – dabei der Schlüssel zum Erfolg!

Zielgruppe Spielfiguren

Zielgruppe vs. Buyer Persona – was ist das denn nun?

Die Zielgruppe beschreibt die Gesamtheit von bestimmten Personengruppen, denen man ein Produkt, eine Dienstleitung, verkaufen möchte. Es ist also eine eher unpersönliche und rationale Definition. Eine klassische Zielgruppe könnte so aussehen:

  • weiblich
  • ledig
  • 30-40 Jahre alt
  • 2.000 – 2.500 Nettoeinkommen
  • Universitätsabschluss
  • angestellt
  • internetaffin
  • aktiv in sozialen Medien

Eine Buyer Persona hingegen ist eine fiktive Abbildung eines typischen Kunden, basierend auf echten Daten, mit all seinen soziodemografischen Merkmalen, Bedürfnissen, Herausforderungen, Handlungsmustern, Online-Kaufverhalten, usw. Für Marketingzwecke werden Personas benötigt, um Inhalte zu liefern, die relevant und nützlich für die Interessenten sind – sie beleuchten u.a. folgende Aspekte:

  • Welche Inhalte sollen erstellt werden?
  • Welche Tonalität, welcher Stil und welche „Lieferstrategie“ sollen entwickelt werden?
  • Welche Themen und Ziele sollen fokussiert werden, um das Geschäft zu steigern?
  • Wer soll über meine Themen Bescheid wissen? Jetzt und in Zukunft?

Buyer Personas sind also die emotionale Definition der potentiellen Kunden. Man richtet sich vielmehr danach, welche Kundenwünsche erfüllt und welche Schmerzpunkte gelindert werden können.

Hier sind ein paar Fragen, die man sich zusätzlich beim Erstellen einer Buyer Persona noch stellen kann. Daraus wird ersichtlich, dass es durchaus mehrere Personas geben kann/soll.

  • Welche sozio-demografischen Merkmale hat die Persona?
  • Welche Position hat die Persona im Job?
  • Wie könnte ein typischer Arbeitstag der Persona aussehen?
  • Welche persönlichen und/oder beruflichen Ziele hat die Persona?
  • Was sind ihre persönlichen und/oder beruflichen Herausforderungen?
  • Ist die Persona internetaffin und trifft auch Kaufentscheidungen online?
  • Nutzt die Persona soziale Netzwerke und welche?
  • Wofür nutzt die Persona das Internet? Z.B. für Recherchezwecke? Zum Online-Kauf?
  • ….

Egal welchen Ansatz man wählt, wichtig ist, dass man folgenden Aspekt verinnerlicht:

„Wer alle ansprechen will, spricht in Wirklichkeit niemanden an.
Die Zielgruppe ALLE gibt es nicht. Das ist einfach schlechtes Marketing.“

Vladislav Melnik

Jeder Kanal hat hinsichtlich der Zielgruppe seine Eigenheiten

Die erste These mit der Zielgruppe „Alle“ habe ich oben bereits erläutert. Sie kommt zwar in der klassischen Massenkommunikation und da vor allem im B2C-Umfeld zum Einsatz, aber hinsichtlich Zielerreichung ist sie eher ungenau.

Wer seine Zielgruppe sehr genau definiert, kann dann auch die richtigen Social-Media-Kanäle befüllen. Denn jeder Kanal tickt hier etwas anders. Hier ein paar allgemeine Daten:

Facebook

  • Facebook hat weltweit 2,45 Milliarden monatliche aktive Nutzer (MAU’s)
  • In Österreich sind es 3,9 Millionen MAU’s
  • Das Hauptalter österreichischer Facebook-Nutzer liegt zwischen 25 und 64 Jahren
  • Die Geschlechter verteilen sich zu 54% auf Frauen und zu 46% auf Männer
  • Facebook ist neben Google Adwords der stärkste digitale Werbekanal
  • Nutzer verbringen im Schnitt 35 Minuten täglich auf der Plattform
    und tun das zu 96% vom Handy aus
  • Zweck: Aufbau von Beziehungen
  • Am besten für: Aufbau von Markenloyalität

Instagram

  • Instagram hat weltweit 1 Milliarde monatliche aktive Nutzer (MAU’s)
  • In Österreich sind es 2,4 Millionen MAU’s
  • Das Hauptalter österreichischer Instagramer liegt zwischen 18 und 34 Jahren
  • Die Geschlechter verteilen sich nahezu 50:50 auf Frauen und Männer
  • Nutzer verbringen im Schnitt 53 Minuten täglich auf der Plattform
    und nutzen es für visuelle Recherche und Shopping
  • Ein Instagram-Nutzer, der einer Marke folgt, hat eine 70% höhere Kaufaffinität als ein Facebook-Nutzer bei der selben Marke
  • Zweck: Aufbau von Beziehungen, Konversation
  • Am besten für: Lead-Generierung, Retail, Kunst, Essen, Beauty

YouTube

  • YouTube hat weltweit 2 Milliarden monatliche aktive Nutzer (MAU’s)
  • In Österreich sind es 5,8 Millionen MAU’s
  • Das Hauptalter liegt weltweit zwischen 15 und 34 Jahren 
  • Die Geschlechter verteilen sich auch hier 50:50 auf Frauen und Männer
  • Nutzer verbringen im Schnitt 12 Minuten täglich auf der Plattform
    und zwar zu 70% vom Handy aus
  • Die Top 10 Kategorien bei den österreichischen Nutzern sind: Produktreviews, How-to-Videos, Vlogs, Gaming-Videos, Comedy, Beauty & Shopping, Challenges, Best-of-Videos, Weiterbildung und Unboxing-Videos
  • Zweck: Suche nach Antworten
  • Am besten für: Markenbekanntheit, Service Business

Facebook-Werbung nur mit genauer Zielgruppen-Auswahl

Facebook unterscheidet im Anzeigenmanager rund 35 Hauptkategorien, wie Zielgruppen selektiert werden können. Alleine beim Interessen-Targeting sind es 8 Hauptgruppen mit mehr als 270 Untergruppen.

Zwar kann man – wie in der klassischen Massenwerbung – auch bei Facebook jegliches Targeting außen vor lassen. Aber die zielgerichtete Wirkung – die wahre Stärke der Plattform – bleibt dann ebenfalls außen vor. 

Beispiel: Ein Produzent von hochwertigen Golfschlägern möchte das neueste Produkt bewerben. Was wird hier wohl effizienter sein: Massenkommunikation an alle Österreicher – nach der Devise „es wird schon alle Golfinteressierten erreichen“, oder fokussierte Facebook-Werbung an Menschen, die Golfer sind, an Golfsport interessiert sind oder sogar vor Kurzem nach Golfer-Equipment gesucht haben? Die Kaufwahrscheinlichkeit ist bei interessierten Menschen immer größer und der erzielbare Verkaufspreis meist auch.

Mittlerweile bieten alle Social Media Kanäle entsprechende Werbemöglichkeiten an. Und alle nutzen ein mehr oder weniger genaues Zielgruppen-Targeting aus. Wer also die Werbewirkung dieser Kanäle ausschöpfen möchte, der kommt an der Definition der eigenen Zielgruppe nicht vorbei.

Und ganz nebenbei: Auch für die klassische Werbung in Print, TV und Radio kann eine gute Zielgruppen-Definition nur hilfreich sein. Denn die „Eine Botschaft für alle“-Werbung funktioniert einfach nicht.

Mein Fazit: Wer einen hohen Turm bauen will (sprich: sein Unternehmen erfolgreich machen will), der muss sich intensiv mit dem Fundament (sprich: Strategie) beschäftigen. Und ein Teil der Strategie ist die Zielgruppe. Nur wer seine Zielgruppe genau kennt und diese möglichst noch segmentiert, kann fokussiert in digitalen Kanälen agieren und wird so mit Sicherheit den größeren Erfolg haben.

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

9 Arten von Social-Media Inhalten, die du 2020 nutzen solltest

Contentformate

Wer nützliche Beiträge schreiben will, sollte bei der Art des Inhalts variieren und seine Community regelmäßig mit neuen Formaten überzeugen.

Denn wer nicht das schreibt bzw. veröffentlicht, was die Nutzer gerne lesen, gerät rasch in Vergessenheit. Und da die Konkurrenz da draußen riesig ist, schreibt es eben dann ein anderer.

Als kleinen BONUS gibt es am Schluss noch eine umfassende Liste mit 44 Inhaltsformaten für noch mehr Abwechslung.

Und hier sind die wichtigsten 9 Inhaltsformate

1. Von Nutzern generierte Inhalte (User Generated Content … UGC)

Inhalte, die von deiner Community generiert wurden, und die du kommentierst und teilst, haben das Potential sowohl Engagement als auch Reichweite stark zu erhöhen. Darüberhinaus kann es auch für neue Fans/Follower ein gutes Zeichen sein.

Warum das so ist, ist einfach erklärt: Durch Nutzerinhalte auf deinen eigenen Kanälen zeigst du anderen, dass du um deine Community bemüht bist und mit deren Inhalten interagierst, indem du sie selbst teilst.

Der Hersteller von Energiedrinks RedBull macht das z.B. regelmäßig und ausgefeilt. Er zeigt dabei Nutzer, die sportliche Aktivitäten mit dem Genuss des In-Getränkes verknüpfen. So bringt er sie selbst wiederum in die Sichtbarkeit.

Gerade große Consumer-Marken haben erkannt, dass man mit dieser Form der Inhalte auch die eigene Wahrnehmung, Authentizität und Reputation erhöhen kann. Besonders auf Kanälen wie Instagram ein immer stärkerer Trend.

Das sogenannte Re-Posten der Beiträge deiner Fans, kann zu einer positiven Welle der Weiterempfehlung führen und das wiederum zu einer Spirale von immer neuen Inhalten deiner Fans. Und abhängig vom Thema kann es auch noch jede Menge Spaß machen, wie die Accounts von RedBull, GoPro und vielen anderen zeigen.

User generated Content RedBull

Wichtigster Punkt:
Beobachte deine Kanäle, egal ob Facebook, Instagram, LinkedIn oder Twitter, und halte Ausschau nach Inhalten, die von deiner Community in Zusammenhang mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung erzeugt wurden. Dann implementiere diese Inhalte in deine Strategie und deinen Redaktionsplan. Und vergiss nicht auf den Credit und das Dankeschön.

2. Podcasts

Podcasts gibt es schon sehr lange, durch die sozialen Medien und die rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit haben sie in den letzten paar Jahren unglaublich an Popularität gewonnen. Niemand, der etwas auf sich hält, ohne eigenen Podcast – könnte man meinen.

Dank der hohen Reichweite, die manche Podcasts generieren, sind sie ein sehr gutes Instrument in der digitalen Marktkommunikation. Und auch hier gilt: Qualität und Nutzen stehen ganz oben.

Da es manche Plattformen, wie z.B. Facebook oder Twitter, nicht gestatten, direkt ein Audiofile hochzuladen, kann man entweder einen Link zur Podcast-Plattform posten oder man nutzt einen kleinen Trick und erstellt ein Audiogram:

Dabei handelt es sich um eine Videodatei, wo die Tonspur der Podcast ist und die Videospur nur aus einem Bild des Covers besteht. Das ganze lädt man dann als Video hoch.

Damit können die Nutzer den Podcast nun direkt auch auf jenen Plattformen hören, die das eigentlich nicht unterstützen, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Das bringt definitiv mehr Reichweite.

Vertriebsoffensive Podcast
Die Kunst dein Ding zu machen Podcast

Wichtigster Punkt:
Wenn du mehr Menschen und noch dazu eine kaufstarke Zielgruppe erreichen möchtest, dann ist ein eigener Podcast die richtige Antwort.  Es ist nie zu spät einen weiteren Kommunikationskanal für dich, für dein Unternehmen, für deine Produkte aufzubauen.

3. Livestreams

Live-Streaming ist speziell auf Facebook ein MUSS.

Nach Beendigung des Livestreams kann man entscheiden, ob der Inhalt weiterhin verfügbar sein soll (als normales Video) oder nicht. Das erlaubt es auch jenen, die den Live-Stream verpasst haben, das Gezeigte ebenfalls anzusehen.

Mit der richtigen Vermarktungs- und Ankündigungs-Strategie kann Facebook richtiggehend zur Generierung von Leads genutzt werden. Dazu werden die Zuseher z.B. gebeten einen Link im Kommentarbereich anzuklicken, ein kleines Formular auszufüllen, um so Zugang zu exklusivem Inhalt zu bekommen, über den im Video berichtet wird. Ein möglicher Weg!

Auch auf Instagram gibt es diese Live-Funktion. Sie wird dort über die Stories aufgerufen und kann z.B. für Q&A Beiträge oder Produkttests oder … genutzt werden. Einziger Nachteil: Die Videos sind nach dem Beenden der Live-Funktion nicht mehr abrufbar. 

Jedoch kann man hier mit einer guten Werbestrategie sehr viele Nutzer zum Zusehen bringen, da es sich ja um ein exklusives und einmaliges Ereignis handelt. 

Livestreaming

Wichtigster Punkt:
Teste Livestreams auf den diversen Plattformen, Facebook, Instagram und sogar YouTube. Lasse das Video danach für alle online, die den Stream verpasst haben (nicht auf Instagram möglich) und überlege dir, während des Livestreams ein Goodie zu bewerben, um an die Kontakte deiner Nutzer zu kommen (Lead-Generierung).

4. Infografiken

Jeder kennt Infografiken. Jeder hat schon mal eine Infografik gesehen. Jeder liebt Infografiken.

Durch die meist stark vereinfachte und grafisch ansprechende Aufbereitung von teilweise komplexen Sachverhalten, wird unser visuelles Zentrum im Gehirn angesprochen.

Und, wie jeder weiß: Bilder sagen mehr als 1000 Worte!

Dadurch bekommen gute Infografiken normalerweise mehr Engagement und werden rege geteilt. Für die Gestaltung solcher Infografiken kann man jegliches Grafikprogramm verwenden oder – wie mit dem Tool Canva (Referral Link) – auch auf vorgefertigte Templates zurückgreifen.

Infografik Canva

Wichtigster Punkt:
Egal ob frei gestaltet oder unter Zuhilfenahme eines Tools – eine Infografik muss leicht verständlich sein und den Betrachter durch eine gezeichnete Geschichte – Visual Storytelling – in ihren Bann ziehen. Die beste Reichweite und das meiste Engagement bekommt man durch regelmäßiges Teilen auf unterschiedlichen Kanälen. Stellt man seine Infografiken anderen Unternehmen oder Influencern zur Verfügung, so kann man weitere Reichweitenpunkte sammeln, wenn die Infografiken dann geteilt werden.

5. Virtual Reality Inhalte

VR, ausgeschrieben Virtual Reality, ist aktuell der große Hit. Große Marken, die VR Inhalte produzieren und teilen, erhalten dafür sehr viel Engagement. Manche Firmen produzieren sogar interaktive Inhalte. Und damit sind wir wieder bei einem wichtigen Punkt: Qualität geht vor Quantität. Und Nutzen geht vor Unterhaltung – zumindest wenn man viele dieser VR Videos betrachtet hat.

Du möchtest selbst ein VR Video produzieren? Zwar findet man für den „Hausgebrauch“ und zum Probieren eine Reihe erschwinglicher Kamera-Modelle. Wie sehr sich damit aber professionelle Projekte umsetzen lassen, kann ich nicht sagen.

Wichtigster Punkt:
Wenn es zu deiner Branche, deinem Produkt oder zu dir passt, dann investiere in eine 360 VR Kamera. Mache damit qualitativ hochwertige Fotos und Filme und teile sie auf deinen Social Media. Denke auch über interaktive Inhalte nach, die dann leicht viral gehen können, oft geteilt werden und viele Engagement bekommen.

6. Webinare

Diese Form des Videoinhaltes erfreut sich nicht erst seit der Krise großer Beliebtheit. Bringen Webinare doch Menschen aus aller Herren Länder zu einem interessanten Thema zusammen.
Und – ob man es glauben mag oder nicht – auch diese Inhalte lassen sich wunderbar auf Social Media teilen.

Mit der Zielsetzung Kontakte und andere Daten zu sammeln, sollte man Webinare aufzeichnen und diese Aufzeichnung dann teilen. Auf YouTube, Facebook und anderen Kanälen.

Solche Aufzeichnungen können die Community dazu ermutigen, beim nächsten Mal live dabei zu sein. Und je nach Machart und Inhalt sind auch kostenpflichtige Webinare durchaus üblich.

Webinare online ankündigen

Wichtigster Punkt:
Ermutige durch das nachträgliche Teilen deine Community, beim nächsten Mal live dabei zu sein. Für das Betrachten der Aufzeichnung kann man z.B. die Email-Adresse abfragen und so eine Interessentenliste für zukünftige Webinare erstellen.

7. Kundenrezensionen / Bewertungen

Teile deine Kundenrezensionen und Bewertungen – es ist ein sehr guter Weg, damit sich potentielle Kunden besser fühlen, bevor sie mit dir arbeiten anstelle mit einem deiner Mitbewerber.

Und natürlich – wenn es um ein Produkt geht – sehen potentielle Kunden die Meinung anderer bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.

Anstelle eines reinen Text/Bild-Beitrages empfiehlt sich auf Social Media ein Videobeitrag. Wer dabei einen Extrapunkt machen möchte, der stellt dem Kunden einen professionellen Videografen zur Seite und auch das Video kann der Kunde ebenfalls nutzen.

Mit dem richtigen Setup und guter Beziehung zum Kunden, kann das sehr erfolgreich für beide Seiten sein.

Wichtigster Punkt:
Beim Teilen von Rezensionen ist das Videoformat einem reinen Text/Bild-Beitrag vorzuziehen. Auch können diese Videos beworben werden, um damit noch mehr Reichweite zu bekommen.

8. E-Books

Wenn es darum geht etwas zu lernen oder einen Vorteil zu bekommen, dann schätzen fast alle ein gutes eBook. Vor allem dann, wenn das Produkt auch der Ankündigung entspricht. Denn viele „eBooks“ sind die Bezeichnung nicht wert.

Wer also seine Community schätzt, der geht auch offen damit um, was man bekommt, wenn man seine – meistens – E-Mail-Adresse preisgibt. So wie in den Beispielen: Bei einem Whitepaper (links) erwarte ich mir kein dickes Werk – sehr wohl aber fundierte Information. Und mit 50 Seiten (rechts) hat man schon ein brauchbares kleines eBook.

Berichte über das eBook in allen möglichen Kanälen und es werden sich gute Quellen für neue Interessenten auftun.

Und mit seriöser und gut gemachter bezahlter Werbung – z.B. in Facebook – landet das eBook direkt bei der angestrebten Zielgruppe. Vorausgesetzt man hat die Zielgruppe richtig aufgesetzt.

eBooks Beispiele

Wichtigster Punkt:
Wer noch kein eBook in seinem Inhaltsmix hat, kann sich überlegen ein solches Projekt zu starten. Vor allem als GRATIS-Goodie (auch: Lead-Magnet) sind eBooks der Renner. Dann berichte über das eBook in deinen Kanälen. Nutze dazu Bilder die auffallen und eindeutige Aufforderungen zum Herunterladen (CTA … Call to Action). Für eine noch größere und zielgenauere Reichweite kannst du bezahlte Werbung einsetzen.

9. Anleitungen / Berichte / Studien

Anleitungen, Ratgeber oder Studien zeigen dann eine gute Performance, wenn sie interessant geschrieben sind und einen Bedarf bei der Zielgruppe decken.

Egal ob es jetzt eine Anleitung für erfolgreiches Facebook-Marketing ist, eine Checkliste für das beste Webinar oder eine Studie über die Entwicklung von Content Marketing – es kann einfach und rasch geteilt werden. Und abhängig von der Vermarktungsstrategie wird man regen Traffic auf die Webseite bekommen.

Wer also schon solche Anleitungen für sein Produkt / seine Dienstleistung hat, sollte auf Social Media darüber berichten. Regelmäßiges Teilen erhöht dabei die Sichtbarkeit des Beitrages. Wie oft, dass muss man durch Experimentieren herausfinden. Schlecht ist in jedem Fall zu oft zu posten, aber auch nur 1x ist kein idealer Ansatz.

Wie beim eBook auch, kann man ebenfalls mit bezahlter Werbung auf noch bessere und noch treffsicherere Reichweite setzen.

Guide Beispiel

 

Wichtigster Punkt:
Richte Anleitungen auf die Bedürfnisse und Erwartungen deiner Zielgruppe aus und berichte regelmäßig darüber. Die Nutzung von bezahlter Werbung kann dir helfen, noch mehr Menschen zu erreichen.

Mein Fazit: Das sind zweifelsohne sehr wichtige Formate, wenn es darum geht, mehr Abwechslung zu bringen und damit das Interesse der Fans hochzuhalten. Nicht alle sind für jeden geeignet – ausprobieren hilft. Wer noch mehr Ideen benötigt, dem empfehle ich den Extra-BONUS: 44 Inhaltsformate für noch mehr Abwechslung (PDF hier herunterladen)

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Dieser Artikel erschien im Original bei postplanner.com, wurde übersetzt, adaptiert und ergänzt.
Credits: Shutterstock, CM Institute, diverse Screenshots

Barrierefreie Webseiten

Finger tasten Blindenschrift

Wer schon einmal blinden Menschen zugesehen hat, wie sie mit Braille-Tastatur und Screenreader fast schon virtuos durchs Web surfen, der zieht den Hut vor ihnen. Natürlich ist es für sie anstrengend und bei weitem nicht jenes Erlebnis, das ein Sehender dabei empfindet. Jedoch können Betreiber und Designer von Webseiten viel dazu beitragen, diese Schwierigkeiten ein klein wenig erträglich zu machen: Indem man barrierefreie Webseiten gestaltet.

Was erwartet euch in diesem Beitrag?

  • Definition von barrierefreien Webseiten
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen von barrierefreien Webseiten
  • Herangehensweise an barrierefreie Webseiten
  • Prinzip 1: Wahrnehmbarkeit
  • Prinzip 2: Bedienbarkeit
  • Prinzip 3: Verständlichkeit
  • Prinzip 4: Robustheit

Barrierefreie Webseiten – Definition

Barrierefreiheit im Internet hängt nicht nur von barrierefreien Inhalten ab, sondern auch von barrierefreien Webbrowsern und anderen Werkzeugen zur Benutzung, z.B. Zeigestäbe, Kameras zur Erfassung der Mimik, u.s.w. Für den Bereich Web wurde ein umfangreicher Katalog aus 4 Prinzipien, 12 Richtlinien und 61 Kriterien geschaffen, mit dem Webseiten in drei Stufen A, AA und AAA getestet und verifiziert werden können. Dokumentiert ist dieses Regelwerk in den sogenannten WCAG 2.0 Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines) und wird vom W3C (World Wide Web Consortium) überwacht und stetig weiterentwickelt.

Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0 definieren, wie man Webinhalte für Menschen mit Behinderungen barrierefreier gestalten kann. Unter Barrierefreiheit ist ein weites Feld an Behinderungen, einschließlich visueller, auditiver, motorischer, sprachlicher, kognitiver, Sprach-, Lern- und neurologischer Behinderungen zu verstehen. Vereinfacht gesagt bedeutet Barrierefreiheit:

  • Trennung von Inhalt, Steuerung und Darstellung
  • Inhalte im Netz für (möglichst) alle Nutzer und Endgeräte zugänglich zu machen
  • Erweiterung des Themas auf alle Arten digitaler Kommunikation (z.B. Social Media)

Keinesfalls ist unter Barrierefreiheit zu verstehen, dass eine Webseite auf allen Endgeräten im gleichen Design erscheinen muss. Die Europanorm EN301549 (Accessibility requirements for public procurement of ICT products and services in Europe) regelt grundlegend diesen Kontext.

Barrierefreie Webseiten – Gesetz

Mit 31. Dezember 2015 sind die 10-jährigen Übergangsbestimmungen des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes ausgelaufen. Seit 1. Jänner 2016 müssen daher alle Waren und Dienstleistungen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, barrierefrei angeboten werden.

Was heißt Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gebäude, Geschäfte, Verkehrsmittel, Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und IT-Systeme (dazu zählen auch Webseiten) von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe benutzt werden können.

Beispiel: Ein blinder oder sehbehinderter Mensch erfährt nichts über ein Angebot auf einer Webseite, weil diese nicht barrierefrei programmiert wurde. Genau so ergeht es einem gehörlosen Menschen bei der Betrachtung von Videos im Internet ohne Untertitel.

Barrierefreie Webseiten – Herangehensweise

Einzelpersonen und Organisationen, welche die Richtlinien der WCAG benutzen, sind u.a.: Webdesigner und -entwickler, Entscheidungsträger, Einkäufer, Lehrer, Dozenten, Schüler und Studenten. Um die unterschiedlichen Bedürfnissen dieser Zielgruppen zu bedienen, gibt es mehrere Ebenen, darunter globale Prinzipien, allgemeine Richtlinien, testbare Erfolgskriterien und eine reichhaltige Sammlung von Techniken und dokumentierten, verbreiteten Fehlern mit Beispielen, Links zu Ressourcen und Quelltext.

Prinzipien – An der Spitze stehen vier Prinzipien, welche die Grundlage der Barrierefreiheit im Web darstellen: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust.

Richtlinien – Unter den Prinzipien stehen die 12 Richtlinien. Sie geben die wesentlichen Ziele vor, auf die Autoren hinarbeiten sollten, um Inhalte für Benutzer mit verschiedenen Behinderungen barrierefreier zu gestalten.

Erfolgskriterien – Für jede Richtlinie werden testbare Erfolgskriterien zur Verfügung gestellt, damit es möglich ist, die WCAG 2.0 anzuwenden, wenn Anforderungen und Konformitätstests notwendig sind, wie zum Beispiel bei Vereinbarungen zu Design-Spezifikationen, Beschaffung, Verordnungen und Verträgen. Um den Bedürfnissen verschiedener Gruppen und unterschiedlicher Situationen gerecht zu werden, wurden drei Stufen der Konformität definiert: A (niedrigste), AA und AAA (höchste).

Prinzip 1: Wahrnehmbarkeit

Alte Dame vor dem Notebook

Dieses Gestaltungsprinzip besagt, dass Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle den Benutzern so präsentiert werden müssen, dass diese sie wahrnehmen können. Vereinfacht bedeutet das, dass Blinde in der Lage sein müssen, sich die komplette Seite vorlesen zu lassen und Gehörlose die Chance erhalten, Audioinhalte als Text wahrnehmen zu können. Auch das Einblenden der Gebärdensprache ist hier eine Möglichkeit.

Zur Umsetzung für den Programmierer einer Webseite gibt es vier Richtlinien und insgesamt 22 Kriterien.

Richtlinie 1.1 – Textalternativen (Stufe A):
Stellen Sie Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfügung, so dass diese in andere vom Benutzer benötigte Formen geändert werden können, wie zum Beispiel Großschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache

Diese Richtlinie soll sicherstellen, dass alle Nicht-Textinhalte auch als elektronischer Text (nicht als Bild) verfügbar sind. Elektronischer Text hat den einzigartigen Vorteil, dass er präsentations-neutral ist. Das heißt, er kann visuell, auditiv, taktil oder in jeder anderen Form umgewandelt werden und so die unterschiedlichsten Bedürfnisse erfüllen. Auch kann er leicht vergrößert oder vorgelesen werden und erfüllt dadurch besonders die Anforderungen von sehbehinderten Personen.

Richtlinie 1.2 – Zeitbasierte Medien (Stufen A, AA, AAA):
Stellen Sie Alternativen für zeitbasierte Medien zur Verfügung

Darunter ist zu verstehen, dass für zeitbasierte Medien – das sind vor allem Audio- bzw. Videodateien oder deren Kombination – geeignete Alternativen für seh- oder hörbehinderte Personen vorzubereiten sind. So hilft z.B. einer blinden Person ein Text, der die Handlungen eines „Videos ohne Tonspur“ beschreibt und den sie sich durch den Screenreader vorlesen lässt. Und eine hörbehinderte Person kann sich einen erklärenden Text als Ersatz für die Audiodatei parallel dazu ansehen.

Richtlinie 1.3 – Anpassbar (Stufe A):
Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden können (z.B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen

Der Zweck dieser Richtlinie besteht darin, dass Informationen möglichst so angeboten werden, dass sie durch die Browser-Software erkannt und leicht in andere Formen umgewandelt werden können. So ist es z.B. wenig zielführend, einen Text als reine Grafik anzubieten. Diese kann weder verlustfrei skaliert noch durch einen Screenreader vorgelesen werden.

Richtlinie 1.4 – Unterscheidbar (Stufen A, AA, AAA):
Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hören einschließlich der Trennung von Vorder- und Hintergrund

Während manche Richtlinien darauf abzielen, Informationen in unterschiedlichen Formaten anzubieten, geht es hier um die Vordergrund/Hintergrund-Verarbeitung von Inhalten. Für visuelle Inhalte heißt das konkret, dass sich Vordergrund- und Hintergrundfarbe in einem optimalen Kontrast befinden sollen. Bei Audioinhalten sollen die wichtigen Vordergrundgeräusche lauter sein als die begleitenden Hintergrundgeräusche. Personen, die sowohl seh- als auch hörbehindert sind, stellen hier die größten Anforderungen an die Erfüllung dieser Richtlinie.

Prinzip 2: Bedienbarkeit

Junge Frau und alte Dame

Dieses Gestaltungsprinzip besagt, dass Bestandteile der Benutzerschnittstelle und die Navigation von beeinträchtigten Benutzern bedient werden können. Es geht bei diesem Prinzip darum, dass Personen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen auch unterschiedliche Möglichkeiten haben sollen, eine Webseite zu bedienen.

Zur Umsetzung für den Programmierer einer Webseite gibt es auch hier vier Richtlinien und insgesamt 20 Kriterien.

Richtlinie 2.1 – Per Tastatur zugänglich (Stufe A, AAA):
Sorgen Sie dafür, dass alle Funktionalitäten per Tastatur zugänglich sind

Wenn alle Funktionen durch die Benutzung der Tastatur durchgeführt werden können, dann ist die Seite von Tastatur-Nutzern ebenso bedienbar, wie durch Spracheingabe (die eine Tastatur-Eingabe erzeugt), mit der Maus (wenn eine Bildschirm-Tastatur verwendet wird) und durch eine große Anzahl assistierender Technologien, die Tastenanschläge simulieren. Keine andere Form der Eingabe ist so flexibel und universell von Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen einsetzbar, solange keine Zeitabhängigkeit der Eingabe vorhanden ist.

Richtlinie 2.2 – Ausreichend Zeit (Stufe A, AAA):
Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen

Viele Benutzer mit Beeinträchtigungen benötigen mehr Zeit um eine Aufgabe zu bewältigen als die Mehrheit der Nutzer: Es fällt ihnen schwerer zu reagieren, sie benötigen mehr Zeit um etwas zu lesen, sie benötigen mehr Zeit um etwas zu verstehen oder zu finden und manche benötigen mehr Zeit, weil sie assistierende Technologien einsetzen. Diese Richtlinie soll sicherstellen, dass jene Personen die für sie erforderliche Zeit bekommen, um eine Aufgabe zu bewältigen. Dabei werden zeitliche Abhängigkeiten weitgehend eliminiert und nur dort eingesetzt, wo es technisch nicht anders möglich ist.

Richtlinie 2.3 – Anfälle (Stufe A, AAA):
Gestalten Sie Inhalte nicht auf Arten, von denen bekannt ist, dass sie zu Anfällen (z.B. Epilepsie) führen können

Bei Personen, die zu Anfällen neigen, kann dies bereits durch blinkende Inhalte ausgelöst werden. Viele Personen wissen nichts von ihrer Beeinträchtigung, bis sie eintritt. Das Ziel dieser Richtlinie ist es, WCAG 2.0-konforme Inhalte zu liefern, die dieses Blinkverhalten vermeiden – selbst wenn es nur ein oder zwei Sekunden dauert.

Richtlinie 2.4 – Navigierbar (Stufe A, AA, AAA):
Stellen Sie Mittel zur Verfügung, um Benutzer dabei zu unterstützen zu navigieren, Inhalte zu finden und zu bestimmen, wo sie sich befinden

Die Intention dieser Richtlinie ist es, Benutzern dabei zu helfen, sich auf der Seite entsprechend zu orientieren. Das ist oft für Personen mit Beeinträchtigungen (z.B. Blinde) weitaus schwieriger. Daher müssen Informationen zur Navigation und möglichen Position auf der Seite zur Verfügung gestellt werden. Screen-Reader, die den Inhalt in synthetische Sprache (Audio) umwandeln, benötigen diese Informationen in linearer Abfolge.

Prinzip 3: Verständlichkeit

Älteres Paar vor dem Notebook

Dieses Gestaltungsprinzip besagt, dass Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle einer Webseite verständlich sein müssen.

Zur Umsetzung für den Programmierer einer Webseite gibt es drei Richtlinien und insgesamt 17 Kriterien.

Richtlinie 3.1 – Lesbar (Stufe A, AA, AAA):
Machen Sie Inhalte lesbar und verständlich

Die Intention der Richtlinie ist, dass Personen und assistierende Technologien Textinhalte lesen können und dass Informationen, die der besseren Verständnis dienen, verfügbar sein sollen.

Menschen mit Beeinträchtigungen erleben Texte auf viele verschiedene Arten. Für manche ist es ein visuelles Erlebnis, für andere ein auditives und wieder andere ein taktisches oder ein gemischtes Erlebnis. Manche Benutzer haben große Schwierigkeiten im Erkennen geschriebener Wörter oder im Verstehen von komplexen Texten, selbst wenn diese laut gesprochen werden. Schwierigkeiten bereiten oft auch reine visuelle Darstellungen von Ideen oder Abläufen.

Für einige Nutzer ist es schwer die Bedeutung einzelner Wörter zu verstehen. Besonders dann, wenn diese Wörter oder Phrasen in unüblicher Art oder mit einer speziellen Bedeutung verwendet werden. Für sie hängt das Verstehen dann von zusätzlichen Beschreibungen, alternativen Texten oder bestimmten Abkürzungen ab. Während dieses Thema für viele Benutzer ein geringes Problem darstellt, stellt es eine enorme Barriere für Personen mit einer Beeinträchtigung dar.

Und in Fällen, wo das Erkennen eines Wortes oder einer Phrase ohne Lautschrift oder Sprachunterstützung nicht möglich ist (darunter fallen auch viele fremde Schriftzeichen), sollte auch diese Unterstützung angeboten werden.

Richtlinie 3.2 – Vorhersehbar (Stufe A, AA, AAA):
Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren

Diese Richtlinie soll sicherstellen, dass der präsentierte Inhalt in einer vorhersehbaren Reihenfolge von Webseite zu Webseite vorliegt und dass das Verhalten der Navigation, der Funktionen und von interaktiven Komponenten ebenso vorhersehbar ist.

Für manche Benutzer ist es schwer, einen Überblick über die Webseite zu gewinnen: Screenreader lesen Inhalte als eindimensionalen Textfluss vor, der es erschwert komplexe Zusammenhänge zu erkennen. Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen könnten verwirrt werden, wenn Inhalte an verschiedenen Stellen und Seiten erscheinen.

Richtlinie 3.3 – Hilfestellung bei der Eingabe (Stufe A, AA, AAA):
Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren

Jeder macht Fehler. Aber, Menschen mit Beeinträchtigungen haben größere Schwierigkeiten fehlerfreie Eingaben zu machen. Zusätzlich fällt es manchen schwerer, zu erkennen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Typische Methoden zur Fehlererkennung helfen hier nicht, wegen beeinträchtigtem Sehfeld, limitierter Farberkennung oder wegen der Benutzung einer assistierenden Technologie.

Diese Richtlinie zielt darauf ab, schwere oder nicht mehr rückgängig machbare Fehler zu reduzieren, die Wahrscheinlichkeit der Fehlererkennung durch den Benutzer zu erhöhen und dem User dabei zu helfen, Fehler wieder zu korrigieren.

Prinzip 4: Robustheit

Alte Frau am Notebook

Inhalte müssen demnach robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer großen Anzahl an Benutzeragenten (z.B. Webbrowsern) einschließlich assistierender Technologien interpretiert werden können.

Zur Umsetzung für den Programmierer einer Webseite gibt es eine Richtlinie und insgesamt 2 Kriterien.

Richtlinie 4.1 – Kompatibel (Stufe A):
Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken

Zweck dieser Richtlinie ist die Unterstützung der Kompatibilität mit derzeitigen und zukünftigen Benutzeragenten (z.B. Webbrowsern), vor allem aber mit assistierenden Technologien. Das wird in zweierlei Hinsicht gemacht:

(1) Es wird sichergestellt, dass Autoren keine Dinge machen, die assistierende Technologien unterbrechen (z.B. schlechte Textauszeichnungen) oder überlisten (z.B. durch unkonventionelle Textauszeichnungen oder Codes) und

(2) Informationen werden in standardisierter Art und Weise dargestellt, so dass assistierende Technologien damit interagieren können.

Da sich Technologien rasch verändern und es den Entwicklern von assistierenden Technologien schwer fällt dabei mitzuhalten, ist es notwendig, dass der Inhalt bestimmten Konventionen folgt und mit API-Schnittstellen kompatibel ist. Nur so können assistierende Technologien mit neuen aufkommenden Technologien mithalten.

Quellen:

World Wide Web Consortium W3C: Deutsch | Englisch
Rechtsinformationssystem des Österreichischen Bundeskanzleramtes: RIS.BKA
Wirtschaftskammer Österreich: Barrierefreiheit allgemein | Barrierefreie Webseiten

Abbildungen (alle shutterstock.com):

#102214600: Finger tasten Blindenschrift, (c) Lisa S.
#77805184: Ältere Frau vor dem Computer, (c) Voronin76
#172192487: Älteres Paar vor dem Computer, (c) Robert Kneschke
#205134538: Junge Frau hilft älterer Dame, (c) SpeedKingz
#239507347: Älterer Dame mit Brille am Computer, (c) Ollyy

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Google Trends – 9 Tipps für bessere Inhalte

Google Trends ohne

Möchtest du immer up-to-date mit den neuesten Trends sein und so dein Geschäft wachsen lassen? Dann lerne hier, wie dir Google Trends richtig helfen kann.

Egal ob du nur eine Webseite betreibst, einen Blog schreibst, einen Webshop betreust oder einfach nur gute Ideen für deine Social Media Beiträge suchst – Google Trends kann dir dabei helfen, dein Publikum besser zu verstehen und dabei relevante Themen, Produkte, Dienstleistungen oder Schlüsselwörter (Keywords) herauszufinden.

Also los …

Was sind Google Trends?

Google Trends https://trends.google.de/ sind – natürlich – ein Serviceangebot von Google, das die Popularität eines Suchbegriffes über eine einstellbare Zeitspanne in der Google Suche darstellt. Und das Beste daran, das Service ist komplett kostenlos.

Die Ergebnisse können nach Region, Zeit, Kategorie und anderen Parametern (Websuche, Bilder, Neuigkeiten, Google Shopping und YouTube) gefiltert werden. Zu jedem Ergebnis ordnet Google Trends eine Skala von 0 (kein Interesse oder zu wenige Daten) bis 100 (sehr hohes Interesse) zu.

Mit diesem Ergebnis hat man nun eine grobe Abschätzung darüber, was Menschen derzeit suchen.

Die beiden Beispiele zeigen sehr schön, wie man Begriffe miteinander vergleichen kann.

Google Trends Online-vs-Digital
Online-Marketing (blau) vs. Digital-Marketing (Rot) in Österreich in den letzten 12 Monaten
Google Trends FB-vs-IG
Facebook (blau) vs. Instagram (Rot) in Österreich in den letzten 5 Jahren

Jetzt zu den 9 Tipps für bessere Inhalte

1. Schreibe über Trend-Themen, für mehr Zugriffe auf Webseite und/oder Social Media

Natürlich eignet sich nicht jeder Suchtrend für jede Branche, aber meist findet man hier etwas, um daran anzuknüpfen. In Goggle Trends klickt man zunächst links oben auf das Menü-Icon (drei waagrechte Striche) und wählt dann „Trends bei Suchanfragen“. In der Mitte oben findet man dann drei weitere Menüpunkte „Suchtrends des Tages“, „Suchtrends in Echtzeit“ und die Auswahl der Region.

Mit dem Ergebnis lassen sich dann selbst Beiträge verfassen oder verknüpfen.

Google Suchtrends

2. Halte ältere Beiträge interessant durch neue Trends

Manchmal zahlt es sich aus, ältere Beiträge mit neuen Daten aufzufrischen. Besonders dann, wenn der Originalbeitrag eine hohe Reichweite hatte, lassen sich diese Themen mit neuen Trends zu sogenanntem Evergreen-Content machen.

Nehmen wir als Beispiel einen Blog über Elektroautos und du möchtest wissen, wo derzeit das Interesse liegt. Diesen Beitrag immer wieder zu erneuern und neu zu publizieren, kann für stetigen Zustrom zu deinem Blog führen.

Google Trends e-Autos
Tesla Model 3 (blau) vs. Hyundai Kona (rot) vs. Renault Zoe (gelb) in Österreich in den letzten 12 Monaten

3. Plane deinen Redaktionsplan nach Suchtrends

Hat man saisonales Geschäft – also rund um anstehende Veranstaltungen, Ferien, Festivals, Feiertage, etc. – kann man mit den ermittelten Trends wunderbare Beiträge schreiben.

Wenn man also weiß, wann ein bestimmtes Thema am stärksten gesucht wird, liegt der Schluss nahe, dass es auch gefragt ist. Dazu wird einfach ein bestimmter Suchbegriff eingegeben und das Zeitfenster auf die letzten 5 Jahre gestellt.

Als Beispiel nehmen wir einen Floristen und geben den Suchbegriff „Blumenstrauß“ ein. Es ist kein Wunder, dass die Spitze des Interesses immer rund um den Valentinstag (14. Februar) liegt.

Google Trends Blumenstrauss

Gehen wir nun den am meist gesuchten Blumensorten auf den Grund, wird es schon interessanter. Hier hat die Rose (blaue Kurve) 2020 eindeutig die Nase vorne. Tulpen (rot), Gerbera (gelb) und Lilien (grün) werden auf die Plätze verwiesen.

Google Trends Blumensorte

Und auch bei der Farbe der Rosen gibt es kaum Überraschungen – rote Rosen (rote Kurve) schlagen alle anderen Farben Gelb, Weiß, Violett und Pink.

Google Trends Rosenfarbe

4. Erstelle regions-spezifische Inhalte und Marketing Kampagnen

Vor allem wenn man seine Produkte in verschiedenen Regionen verkauft, kann es sehr hilfreich sein, wenn man die jeweiligen regionalen Trends berücksichtigt.

Als Beispiel dient uns ein Winzer, der drei seiner Weißweine (Chardonnay, Grüner Veltliner und Muskateller) nach Tschechien exportieren will. Er sieht zunächst, welche der drei Sorten wann im Zeitverlauf am häufigsten gesucht wird.

Google Trend Weissweine

Darunter sieht er, wo in Tschechien welche Sorte am gefragtesten zu sein scheint.

Google Trends Weissweine-Region

Und kann sich das dann noch detailliert nach Sorte anzeigen lassen.

Google Trends Weissweine-Region-Sorte

Mit dieser Information könnte unser Winzer nun ganz gezielt mittels Facebook-Ads oder Google Adwords seine Werbung platzieren. Der Erfolg wird nicht ausbleiben.

5. Feinjustierung deiner Schlüsselwörter (Keywords)

Wenn du SEO (Suchmaschinen-Optimierung) betreibst, dann kannst du mit Google Trends deine Schlüsselwörter feinjustieren. Einerseits durch Ermittlung von Trendthemen für raschen organischen Traffic auf deiner Webseite.

Andererseits gibt es aber auch Wörter, mit einem sehr hohen Suchvolumen, die aber derzeit nicht im Trend liegen. Indem du diese Wörter in Google Trends eingibst und als Zeitverlauf 2004-heute einstellst, siehst du, wie deren Interesse im Zeitverlauf aussieht.

Damit hast du eine gute Entscheidungsgrundlage, ob solche Wörter gezielt genutzt werden sollen.

6. Entdecke neue Schlüsselbegriffe mit ähnlichen Abfragen

Neben den direkten Ergebnissen zu deinem Suchbegriff, zeigt Google Trends oft auch ähnliche Suchabfragen.

Diese können genutzt werden, um zusätzliche Beiträge zu machen oder zu verlinken.

Beispielhaft nehmen wir den Begriff „Social Media“ in Österreich in den letzten 12 Monaten:

Google Trends SoMe-AT
Google Trends SoMe-AT-andere-Themen

Und erhalten als ähnliche Themen die Begriffe:

TikTok, Posting, Psychische Gesundheit, Fake News, Online-Community, Twitter, Content-Strategie, Ziel, Manager, Künstliche Intelligenz, Benutzer, Agentur, Kommunikation, Medium, Social-Media-Manager und Social-Media-Marketing

7. Bewerbe trendige Produkte um deinen Umsatz zu steigern

Besonders interessant ist das für alle, die einen Webshop betreiben und einzelne Produkte gezielt bewerben wollen oder ähnliche Produkte in den Shop aufnehmen wollen.

Siehe dazu auch Punkt 4.

8. Bekomme Einblicke über deinen Mitbewerb

Auch ein Vergleich zwischen verschiedenen Marken oder Firmen ist durchaus möglich.

So könnte einen Handyshop interessieren, wie die TOP-Handyhersteller in der Gunst der Kunden liegen und demnach gesucht werden: 

Google Trends Handyhersteller

Oder ein Motorsport-Journalist möchte wissen, wie sich seine bisherige Arbeit auf zwei Allrad-Fahrzeuge ausgewirkt hat:

Google Trends Nissan-vs-Subaru

9. Verbessere die Performance deines YouTube Kanals

Du möchtest die Performance deines bestehenden YouTube-Kanals verbessern? Oder du startest mit Video-Marketing auf YouTube und suchst nach den Trendthemen?

In Google Trends lässt sich die Suche auch auf YouTube eingrenzen. Damit hat man einen guten Einblick, welche Themen „most wanted“ sind und daher gut für einen selbst sein können.

Google Trends YouTube

Fazit: Google Trends ist als kostenloses Tool eine wahre Quelle für Inspiration und Recherche. Es kann – bei richtiger Fragestellung – sehr viel aussagen. Welche Schlüsse man daraus zieht und wie man das dann in eigene Beiträge verpackt, das steht auf einem anderen Blatt.

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer

Dieser Artikel erschien im Original bei monsterinsights.com und wurde übersetzt und adaptiert.

Freunde, Fans und Follower sammeln – ist das gut?

Sichtbarkeit in Social Media

Wie es zu diesem Artikel kam?

Während der Corona-Krise, also einer Zeit wo nahezu alle nach Hause verbannt wurden und sehr viel Zeit im Internet und den Social Media verbringen, häufen sich die Freundschaftsanfragen – insbesondere auf Facebook.

Jetzt hat jeder so seine Routine kultiviert, wem eine Freundschaftsanfrage gesandt wird und von wem eine solche angenommen wird. Und wir alle wissen, dass der Begriff „Freunde“ in den Social Media eine gänzlich andere Bedeutung hat, als in der gelebten Realität.

Meine Routine sieht übrigens so aus: Einer Person, die ich nicht persönlich kenne, sende ich weder eine Freundschaftsanfrage, noch bestätige ich eine Anfrage von deren Seite. Ich mache hier zwar manchmal Ausnahmen – z.B. wenn gemeinsame Freunde in großer Zahl vorhanden sind oder wir im selben Netzwerk sind, bin aber sonst sehr strikt.

Was sich nämlich zeigt, ist, dass kurze Zeit nach der Bestätigung der Freundschaft eine Anfrage eintrudelt, doch die Facebook-Seite des „neuen Freundes“ mit einem „Gefällt mir“ (oder „Like“) zu schmücken. Und das ist – mit Verlaub gesagt – blanker Unsinn.

Warum diese Praxis ausgerechnet in Facebook läuft, liegt auf der Hand. Hat Facebook doch mit der Funktion „Lade Freunde ein, deine Seite mit Gefällt mir zu markieren“ dieser Unsitte Tür und Tor geöffnet. Bei Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gibt es diesen „komischen“ Weg nicht. Zwar findet man immer Möglichkeiten, aber im Großen und Ganzen sollen einem die Fans ja folgen, weil man guten, interessanten und nützlichen Content verbreitet.

Ist das Sammeln von Freunden, Fans und Followern nun per se schlecht? Abgesehen davon, dass wir hier keine Pilze oder Panini-Sticker sammeln, sondern dass hier Menschen dahinterstehen – lassen wir einmal die Fake-Profile außen vor – muss man immer die Motivation dahinter betrachten: 

Fahre ich eine „Gut für alle“-Strategie und lade sehr viele Freunde auf ein Mal ein? Das kann mit unter auch zu einer Sperre der Seite führen, weil Facebook das als Spam interpretiert.

Lade ich einzelne Freunde sehr selektiv ein, weil sie an der Seite und deren Themen Interesse haben? Das ist – aus meiner Sicht – in Ordnung, sollte aber dennoch nicht übertrieben werden.

Ein absolutes No-Go bleibt für mich die Abfolge: Freundschaftsanfrage gefolgt von Like-Anfrage.

1. Die Anzahl an Fans ist schon lange kein Garant mehr, für die Reichweite eines Beitrages

Das hat vorwiegend mit der Entwicklung der Social Media im Allgemeinen und mit den Algorithmen der Plattformen im Speziellen zu tun. Google und Facebook sind hier die Vorreiter und viele Plattformen bedienen sich mittlerweile solcher Algorithmen. Nun sind diese „Filter“ grundsätzlich nichts Negatives, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Würde es den Facebook-Algorithmus nicht geben, bekäme ein durchschnittlicher Nutzer tausende Beiträge pro Tag in seinen Newsfeed eingespielt.

Leider ist es immer noch ein Irrglaube, dass wenn ich viele Fans habe, meine Beiträge auch eine hohe Reichweite erzielen. Quasi, ich scharre möglichst viele Menschen um mich und die sehen dann alles, was ich poste.

„Das wahre Gold in den Social Media ist aber Engagement und Interaktion.“

Das heißt, wenn ich es nicht schaffe, dass meine Fans mit meinen Beiträgen interagieren (liken, kommentieren und/oder teilen), dann bringt mir die Anzahl der Fans rein gar nichts. Oft haben sogar Seiten mit viel weniger, aber aktiven Fans die größere Reichweite.

2. Das Sammeln von Facebook-Freunden, um sie dann um ein „Like“ auf deiner Seite zu bitten, kann ein Schuss nach hinten sein

Ein kleines Beispiel: Wenn ich von einem eben „erworbenem Freund“ die Bitte um ein „Like“ auf seiner Seite erhalte – sagen wir, es dreht sich dort um Modellflugzeuge – dann werde ich diese Seite mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mit „Gefällt mir“ markieren. Warum ist klar: Ich habe kein Modellflugzeug, ich plane nicht, mir eines zu kaufen und ich interessiere mich nicht für Modellflugzeuge. Selbst dann, wenn ich seine Seite „like“, würde er mangels Interesse meinerseits, keine Interaktion mit seinen Beiträgen erhalten.

Bei vielen inaktiven bzw. „gesammelten“ Fans, reagiert der Facebook-Algorithmus entsprechend:

Ergebnis 1: Facebook erkennt, dass bei den Beiträgen wenig Interaktion zu sehen ist und zieht den Schluss, dass die Beiträge für die Fans von geringem Interesse sind. Folge: die Reichweite sinkt. Unser „Freund“ kann sich also noch so bemühen, solange er seine Fans nur „gesammelt“ hat, wird sich dieser Zustand nicht bessern.

Ergebnis 2: Ich kenne mittlerweile viele Nutzer, die solche Anfragen a) nicht beantworten und b) den „neuen Freund“ so rasch wieder „entfreunden“, wie er gekommen ist.

Daher nochmal:

„Das wahre Gold in den Social Media ist Engagement und Interaktion.“

3. Nur wer es schafft, mit nützlichen Beiträgen die Fans zur Interaktion zu bringen, wird langfristigen Erfolg haben.

Wie das geht? Nun hier beginnt die Arbeit eines Social Media Verantwortlichen. Und hier beginnt die Zeit zu laufen.

Denn neben einer klaren Strategie, der Kenntnis der eigenen Zielgruppe sowie deren Wünschen, Sorgen und Bedürfnissen, sollte man folgende Fehler vermeiden:

  • Nicht aktiv genug sein
  • Social Media als klassischen Kommunikationskanal ansehen (wie TV, Radio und Print)
  • Zu viele Kanäle auf einmal „beschicken“
  • Sofort verkaufen wollen
  • Zu werblich agieren
  • Keinen Wert vermitteln (z.B. Wissen, Information, Spass, etc.)
  • Kein Engagement zeigen
  • Bild – Text – Video passen nicht zum Thema
  • Den Wert für das Geschäft nicht erkennen
  • Unregelmäßig posten
  • Keine Persönlichkeit zeigen
  • Fehlende Zeit für Social Media

Darüber hinaus hilft natürlich auch eine fokussierte Werbestrategie, denn in letzter Konsequent ist Facebook – neben Google – der mächtigste und interessanteste digitale Werbekanal.

Christian Schrofler

Christian Schrofler

Gründer & Inhaber von Realizing-Ideas | Digitalisierungsberater, Trainer, Online-Marketer